Es war nicht der Nachmittag, den sich die Düsseldorf Panther für ihr Heimspiel im Stadion Benrath vorgestellt hatten. Gegen die Potsdam Royals, die als Tabellenzweiter nach Düsseldorf gereist waren, fand das Team von Head Coach Jaycee Krieg nur schwer ins Spiel und musste sich am Ende deutlich mit 0:49 geschlagen geben.
Dabei war schon vor dem Kickoff klar: Mit den Royals wartet eine der stärksten Mannschaften der GFL Nord. Dass Potsdam dieser Favoritenrolle gerecht werden würde, zeigte sich allerdings schneller als den Panthern lieb sein konnte.
Früher Rückstand für die Panther
Die Panther gewannen den Coin Toss und entschieden sich zunächst dafür, die Royals in Ballbesitz zu bringen. Eine Entscheidung, die sich zunächst nicht auszahlen sollte.
Potsdam benötigte nur wenige Spielzüge, um erstmals in die Düsseldorfer Endzone zu gelangen. Quarterback Bay-Harvey nahm die Sache dabei kurzerhand selbst in die Hand und lief über 60 Yards zum ersten Touchdown des Tages. Der Versuch zur Two-Point-Conversion blieb ohne Erfolg – 0:6.
Die Antwort der Royals ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Interception durch Ronaldo Tomasello bekamen die Gäste zusätzlichen Ballbesitz und erhöhten wenig später durch Chrisman-Kyei auf 0:14.
Die Panther kämpften, doch Potsdam setzte die Düsseldorfer Defense immer wieder unter Druck. Heiko Bals sorgte mit einem weiteren Lauf über acht Yards für den nächsten Touchdown. Auch die anschließende Conversion war erfolgreich.
Noch vor dem Ende des ersten Viertels stand es damit 0:22.
Potsdam lässt nicht locker
Auch im zweiten Quarter änderte sich das Bild nicht. Die Royals kontrollierten das Spiel und nutzten ihre Chancen konsequent. Chrisman-Kyei fand erneut den Weg in die Endzone und erhöhte kurz vor der Halbzeit auf 0:28.
Auf Düsseldorfer Seite fehlte dagegen weiterhin das entscheidende Erfolgserlebnis. Immer wieder kämpften sich die Panther nach vorne, doch gegen die aggressive Potsdamer Defense war jeder Yard hart erarbeitet.
Mit 0:28 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Viel Zeit, die Partie noch einmal zu drehen, blieb damit nicht. Aber Football hat schon oft genug gezeigt, dass ein Spiel erst nach vier Vierteln entschieden ist.
Royals bleiben dominant
Die Hoffnung auf eine Düsseldorfer Aufholjagd erhielt nach der Pause jedoch schnell einen Dämpfer.
Heiko Bals sorgte zunächst mit einem spektakulären 57-Yard-Lauf für den nächsten Touchdown. Kurz darauf legte der Running Back noch einmal nach und brachte den Ball auch aus kurzer Distanz über die Goalline. Die Royals bauten ihre Führung damit auf 0:40 aus.
Die Panther gaben sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf. Doch an diesem Nachmittag wollte ihnen gegen die Potsdamer Defensive einfach kein entscheidendes Big Play gelingen.
Ein schwieriges Schlussviertel
Im vierten Quarter wurde die Aufgabe für die Panther nicht einfacher. Ein langer Punt Return über 49 Yards brachte Potsdam erneut in eine hervorragende Ausgangsposition. Der anschließende Extrapunkt war erfolgreich – 0:41.
Wenig später folgte ein Safety. Ein Düsseldorfer Spielzug endete tief in der eigenen Endzone und brachte zwei weitere Punkte auf das Konto der Gäste.
Den Schlusspunkt setzte erneut Chrisman-Kyei. Bay-Harvey fand den Running Back mit einem Pass über 18 Yards in der Endzone. Der anschließende PAT war zwar nicht erfolgreich, am Ergebnis änderte das jedoch nichts mehr.
0:49 – der Endstand.
Jetzt heißt es: Mund abputzen und weitermachen
So deutlich die Niederlage gegen Potsdam auch ausfällt: Für die Panther geht die Saison weiter. Und der Blick auf die Tabelle zeigt, dass trotz der Niederlage weiterhin alles in der eigenen Hand liegt.
Nach neun Spielen stehen die Düsseldorf Panther mit drei Siegen und sechs Niederlagen auf dem vierten Tabellenplatz der GFL Nord. Hinter den ungeschlagenen Dresden Monarchs und den Potsdam Royals rangieren die Hildesheim Invaders auf Platz drei. Die Panther liegen damit weiterhin auf einem Playoff-Platz.
Gleichzeitig ist der Abstand nach hinten nicht groß. Braunschweig folgt mit ebenfalls drei Siegen, Berlin und Kiel liegen ebenfalls in Schlagdistanz. Jeder kommende Spieltag bekommt damit zusätzliches Gewicht.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt ohnehin nicht.
Die Panther müssen die Niederlage gegen Potsdam abhaken, die richtigen Schlüsse ziehen und den Fokus auf die kommenden Aufgaben richten. Denn eines ist klar: Der Kampf um die Playoffs ist noch lange nicht entschieden.
Und genau dafür brauchen die Panther jetzt wieder ihre ganze Stärke – auf und neben dem Feld.
Bild: Dustin Brettschneider