Letz­tes Jahr fing alles an

17. Januar 2019
Marco Block

Head­coach John Leij­ten

Um kurz vor 16 Uhr kommt er die Treppe in die erste Etage im Cafe Europa in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt hoch. Am Mon­tag aus Aus­tra­lien nach Hol­land geflo­gen, machte er noch einen Abste­cher zu sei­ner Mut­ter, ehe er von Michael Wevel­siep abge­holt und nach Düs­sel­dorf gebracht wurde. Mit einem kur­zen Som­mer­hemd beklei­det und gewohnt locker begrüßt er die anwe­sen­den Pres­se­ver­tre­ter. Aus dem fer­nen Aus­tra­lien mit 35 Grad ins fros­tige Düs­sel­dorf, fast 0 Grad und Schnee­re­gen. „Mir ist in der Tat über­all warm, auch hier“, lächelt er und ant­wor­tet dabei sicher auf die Fra­gen der Kol­le­gen. Das über­ra­schende: Er war eigent­lich schon letzte Sai­son ein Pan­ther. Sein Freund Pepijn Men­donca – Pan­ther Head­coach 2018 – rief ihn oft letz­tes Jahr an und fragte nach sei­ner Mei­nung. „Bis er mich dann gefragt hat, ob ich mir nicht vor­stel­len konnte, den Head­coach der Pan­ther zu machen“, erin­nert sich der Foot­ball­leh­rer, und das brachte ihn eben an die­sem Don­ners­tag, den 17. Januar 2019, um kurz vor 16 Uhr in die erste Etage im Café Europa.

Die ers­ten Ter­mine ste­hen dabei schon lange fest. Am Sams­tag wahr­schein­lich der wich­tigste im Kalen­der: Um 19 Uhr fin­det das offene Team­mee­ting in der Jugend­her­berge, in Düs­sel­dorf-Ober­kas­sel, statt. „Ich bin sehr gespannt auf die­sen Abend. Wir als Pan­ther kön­nen den Spie­lern sehr viel bie­ten. Tolle Trai­nings­mög­lich­kei­ten, gekrei­dete Spiel­flä­chen, Video­mee­tings, um nur einige Dinge zu nen­nen. Die Pan­ther sind ein sehr tra­di­ti­ons­rei­cher Ver­ein und in den letz­ten vier bis fünf Jah­ren habe ich gese­hen, dass zwar nicht alles vor­han­den war und wir Bau­stel­len haben. Aber wir haben auch Poten­tial. Die Stadt Düs­sel­dorf ist mit dabei, was sehr wich­tig für uns ist und man kann in den nächs­ten Jah­ren was auf­bauen, was mir Freude machen wird.“ Er weiß aber auch, dass die Pan­ther in den letz­ten Wochen einige Spie­ler ver­lo­ren haben. „Wenn Spie­ler nicht hier sein wol­len, dann müs­sen sie woan­ders spie­len. Das, was pas­siert ist, ist Ver­gan­gen­heit, wir schauen jetzt nach vorne.“ Die Zukunft sind neue Spie­ler, neue Trai­ner und auch Importe, die die Fans der Pan­ther gerne wie­der­se­hen wol­len. „Einige Spie­ler wol­len natür­lich zurück­kom­men, aber ent­schie­den ist natür­lich noch nichts. Eins ist klar: Wir müs­sen die vier bes­ten Ame­ri­ka­ner der Liga haben und des­we­gen las­sen wir uns Zeit und schauen uns um, was wir machen kön­nen.“

In der kom­men­den Woche wird der Trai­nings­auf­takt sein. „Wir wer­den direkt mit dem Win­ter­trai­ning anfan­gen“, erklärt der Aus­tra­lier. Viel Lau­fen und viel Kraft­trai­ning wer­den in den ers­ten Wochen auf dem Plan ste­hen. Eine wich­tige Vor­aus­set­zung, um in der ers­ten Liga mit­hal­ten zu kön­nen. „Es ist wich­tig für uns zu sehen, wie ath­le­tisch unsere Spie­ler sind, um das Trai­ning dann indi­vi­du­ell zu gestal­ten. Wenn man kör­per­lich fit ist, dann ist es auch leich­ter zu spie­len. Meine Phi­lo­so­phie ist es, ein­fa­chen Foot­ball zu spie­len und kör­per­lich über­le­gen zu sein.“

Auf ein Ziel in der Liga möchte sich der 53jährige dage­gen nicht fest­le­gen. „Als ich damals in Dres­den war, war es genauso. Wir woll­ten immer das Beste aus unse­rem Spiel machen, immer das Beste geben. Das ist das Ziel. Alles andere zu sagen, wäre Bull­shit. Ich weiß ja noch nicht mal, was für ein Team ich habe.“ Ein paar Worte für die Pan­ther-Fans möchte er nicht ver­ges­sen. „Ich bin sehr glück­lich hier zu sein, bei einem tol­len, tra­di­ti­ons­rei­chen Ver­ein, wie die Pan­ther. In die Play-offs zu kom­men oder noch wei­ter, geht nicht von heute auf mor­gen. Aber ich glaube an das harte Arbei­ten an Pro­zes­sen und an Zie­len.“ John Leij­ten, am Sams­tag­abend geht es los …

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