Düs­sel­dorf Pan­ther Ladies krö­nen Pre­mie­ren­sai­son

27. Oktober 2026
Düsseldorf Panther

Am Sams­tag, 24.10.2026, stand das letzte Spiel der GFL2 Women an. Das Finale um die deut­sche Meis­ter­schaft im 9er Tackle Foot­ball lockte den Tross der Pan­ther nach Regens­burg, wo es gegen die amtie­ren­den Meis­ter der Vor­sai­son um den Titel ging. Dass die Pan­ther die lange Reise in ihrer ers­ten Sai­son nach Neu­grün­dung antre­ten durf­ten und auf dem Weg dort­hin einige Liga-Rekorde gebro­chen hat­ten, ist bereits ein ers­tes Zei­chen dafür, wie gut das Pro­gramm der Lan­des­haupt­stadt Nord­rhein-West­fa­lens funk­tio­niert.

Spä­tes­tens nach dem Ein­lauf der bei­den Fina­lis­ten und dem Abspie­len der Natio­nal­hymne war jeder Betei­lig­ten klar, dass es sich um ein beson­de­res Spiel han­delt. Auf dem Spiel­feld schenk­ten sich beide Teams nichts, aber auch von Ner­vo­si­tät war kaum eine Spure erkenn­bar.

So waren es die Gast­ge­be­rin­nen aus Regens­burg die nach dem Kick­off in Ball­be­sitz einen guten Drive zeig­ten und mit erfolg­rei­chem Extra­punkt ein State­ment setz­ten. (7:0) 

Die Offense der Pan­ther ließ sich jedoch nicht beir­ren und ant­wor­tete direkt im fol­gen­den Drive mit einem Touch­down-Lauf von Sarah Jaschul­tow­ski und einer erfolg­rei­chen 2‑Point-Con­ver­sion von Moni­que Hem­mers. (7:8)

Den anschlie­ßen­den Angriffs­ver­such der Regens­bur­ge­rin­nen konnte die in der Sai­son beste Defense der Liga erfolg­reich von der End­zone fern­hal­ten. 

Im zwei­ten Spiel­vier­tel war es wie­der an der Offense der Pan­ther, sich auf den Weg zu machen. Wie­der konnte man sich in die End­zone vor­ar­bei­ten. Dies­mal war es Hana Hamdi, die den Ball über die Linie lau­fen konnte. (7:14)

Regens­burg zeigte sich wei­ter fokus­siert und arbei­tete sich gut über das Feld. Wenige Meter vor der End­zone gelang es Dilara Ari der ball­tra­gen­den Spie­le­rin das Spiel­ge­rät aus den Hän­den zu rei­ßen und somit den Ball­be­sitz für die Pan­ther zurück­zu­ge­win­nen. 

Die Offense um Koor­di­na­tor „Jimmy“ Sal­lami kon­trol­lierte die Uhr und schaffte es mit weni­gen Sekun­den Rest­zeit in der ers­ten Halb­zeit die nächs­ten Punkte aufs Score­board zu brin­gen. Nele Klein­schmidt lief zum Halb­zeit­stand von 7:20, der sich deut­li­cher anhörte, als es der Spiel­ver­lauf bis dahin her­gab.

In der zwei­ten Halb­zeit ent­wi­ckelte sich ein vor allem von den Ver­tei­di­gungs­rei­hen der Teams gepräg­tes Spiel. Zum Unglück der Gäste ver­letzte sich Quar­ter­back Moni­que Hem­mers und musste län­ger behan­delt wer­den. Hier zeigte sich deut­lich, was das Team der Pan­ther aus­macht, denn man rückte noch enger zusam­men, sofern dies mög­lich war, stand für­ein­an­der ein und jede Spie­le­rin gab alles, um die­ses Finale zu ihrem zu machen. Nele Klein­schmidt agierte als Wild­cat Quar­ter­back und führte die Offense in der für sie unge­wohn­ten Rolle mit viel Wil­lens­kraft und her­vor­ra­gen­der Unter­stüt­zung. Zwar gelang es im drit­ten Vier­tel nicht wei­tere Punkte zu erzie­len, aber diverse First-Downs und ein aus­ge­präg­tes Lauf­spiel nah­men eini­ges an Spiel­zeit von der Uhr, wodurch die Chan­cen des Regens­bur­ger Come­backs zuse­hends klei­ner wur­den. Dar­über hin­aus zeigte die Defense um Koor­di­na­tor Can Ari die gewohnt sichere und ruhige Per­for­mance, die schon in der kom­plet­ten vor­he­ri­gen Sai­son die geg­ne­ri­schen Teams zur Ver­zweif­lung gebracht hatte. Diese Per­for­mance wurde mit einer Inter­cep­tion von Hana Hamdi unter­mau­ert und sicherte den Vor­sprung. 

Im vier­ten und letz­ten Quar­ter stieg die Ner­vo­si­tät der Gäste an. Dies lag nicht am Spiel selbst, son­dern bei immer gerin­ger wer­den­der Rest­spiel­zeit daran, dass man sich immer siche­rer wer­den konnte, dass es am Ende eine Feier geben könnte. Als dann Hana Hamdi mit einem Lauf­spiel­zug den Spiel­stand auf 7:26 erhöhte und sich der Phö­nix erneut an der Defense der Pan­ther die Zähne aus­biss, war mit dem Schluss­pfiff klar, dass man es geschafft hat. 

Die Düs­sel­dorf Pan­ther Ladies sind das beste 9er Tackle Team der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. 

Die Emo­tio­nen koch­ten über und die harte Arbeit seit der Neu­grün­dung hat sich aus­ge­zahlt. Vor allem in die­sem Finale hat man gezeigt, dass die­ses erfolg­rei­che Pro­gramm nicht nur von Ath­le­tik und einem guten Play­book lebt, son­dern dar­über hin­aus ein Team zusam­men­ge­kom­men ist, dass durch Zusam­men­halt und gemein­same Ziele als eine Ein­heit agiert und sich ver­dient den Titel sichert. 

Spie­le­rin des Spiels in der Offense wurde Run­ning­back Nele Klein­schmidt, die mit ihren gewohnt star­ken Läu­fen eine sichere Bank war, dar­über hin­aus aber auch in einer Phase, in der Chaos hätte Ein­zug hal­ten kön­nen, die Ruhe bewahrte und sich auf der unge­wohn­ten Posi­tion als Quar­ter­back in den Dienst der Mann­schaft stellte.

Spie­le­rin des Spiels in der Defense wurde Natio­nal­spie­le­rin Cla­rissa Kautz, die mit har­ten Tack­les und guter Spiel­über­sicht ein­mal mehr ein wich­ti­ger Fak­tor in der über­ra­gen­den Defense der Pan­ther war. 

Spie­le­rin des Spiels des Teams wurde Hana Hamdi, die als Kicker, Recei­ver und Safety in allen drei Mann­schafts­tei­len eine wich­tige Rolle über­nahm und dem Spiel ihren Stem­pel auf­drü­cken konnte. Zwei Touch­downs in der Offense, eine Inter­cep­tion in der Defense und über­ra­gende Aktio­nen auf allen Sei­ten des Balls spre­chen eine klare Spra­che. 

Spie­le­rin der Her­zen (von den Cap­ta­ins bestimmt) wurde Lhana Meis­ter. Die erst 19-Jäh­rige eta­blierte sich als Cor­ner­back in der gesam­ten Spiel­zeit fest und zeigte eine Ent­wick­lung, die man sich vor­her nur wün­schen kann. Sie ist zu einem fes­ten Bestand­teil des Teams und zu einem wich­ti­gen Fak­tor der Defense gewor­den. 

Die Spiel­zeit 2026 hätte für die Pan­ther aus Düs­sel­dorf kaum bes­ser lau­fen kön­nen. Die beste Offense und die beste Defense kom­men aus Düs­sel­dorf und man hat kein ein­zi­ges Spiel ver­lo­ren. Die erste Sai­son ist eine per­fekte.

Auch wenn jetzt zurecht einige Fei­er­lich­kei­ten anste­hen, geht der Blick schon in das kom­mende Jahr, in dem man sich nach den Erfol­gen im 9er Tackle und dem damit ver­bun­de­nen sport­li­chen Auf­stieg in die GFLW auch dort als feste Größe eta­blie­ren möchte. Inter­es­sierte Spie­le­rin­nen, Coa­ches und Hel­fer dür­fen sich schon jetzt gerne infor­mie­ren und bei uns mel­den. Die­ses Finale war ein ein­drucks­vol­ler Start­schuss für die­ses junge Foot­ball Pro­gramm.

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