Am Samstag, 24.10.2026, stand das letzte Spiel der GFL2 Women an. Das Finale um die deutsche Meisterschaft im 9er Tackle Football lockte den Tross der Panther nach Regensburg, wo es gegen die amtierenden Meister der Vorsaison um den Titel ging. Dass die Panther die lange Reise in ihrer ersten Saison nach Neugründung antreten durften und auf dem Weg dorthin einige Liga-Rekorde gebrochen hatten, ist bereits ein erstes Zeichen dafür, wie gut das Programm der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens funktioniert.
Spätestens nach dem Einlauf der beiden Finalisten und dem Abspielen der Nationalhymne war jeder Beteiligten klar, dass es sich um ein besonderes Spiel handelt. Auf dem Spielfeld schenkten sich beide Teams nichts, aber auch von Nervosität war kaum eine Spure erkennbar.
So waren es die Gastgeberinnen aus Regensburg die nach dem Kickoff in Ballbesitz einen guten Drive zeigten und mit erfolgreichem Extrapunkt ein Statement setzten. (7:0)
Die Offense der Panther ließ sich jedoch nicht beirren und antwortete direkt im folgenden Drive mit einem Touchdown-Lauf von Sarah Jaschultowski und einer erfolgreichen 2‑Point-Conversion von Monique Hemmers. (7:8)
Den anschließenden Angriffsversuch der Regensburgerinnen konnte die in der Saison beste Defense der Liga erfolgreich von der Endzone fernhalten.
Im zweiten Spielviertel war es wieder an der Offense der Panther, sich auf den Weg zu machen. Wieder konnte man sich in die Endzone vorarbeiten. Diesmal war es Hana Hamdi, die den Ball über die Linie laufen konnte. (7:14)
Regensburg zeigte sich weiter fokussiert und arbeitete sich gut über das Feld. Wenige Meter vor der Endzone gelang es Dilara Ari der balltragenden Spielerin das Spielgerät aus den Händen zu reißen und somit den Ballbesitz für die Panther zurückzugewinnen.
Die Offense um Koordinator „Jimmy“ Sallami kontrollierte die Uhr und schaffte es mit wenigen Sekunden Restzeit in der ersten Halbzeit die nächsten Punkte aufs Scoreboard zu bringen. Nele Kleinschmidt lief zum Halbzeitstand von 7:20, der sich deutlicher anhörte, als es der Spielverlauf bis dahin hergab.
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein vor allem von den Verteidigungsreihen der Teams geprägtes Spiel. Zum Unglück der Gäste verletzte sich Quarterback Monique Hemmers und musste länger behandelt werden. Hier zeigte sich deutlich, was das Team der Panther ausmacht, denn man rückte noch enger zusammen, sofern dies möglich war, stand füreinander ein und jede Spielerin gab alles, um dieses Finale zu ihrem zu machen. Nele Kleinschmidt agierte als Wildcat Quarterback und führte die Offense in der für sie ungewohnten Rolle mit viel Willenskraft und hervorragender Unterstützung. Zwar gelang es im dritten Viertel nicht weitere Punkte zu erzielen, aber diverse First-Downs und ein ausgeprägtes Laufspiel nahmen einiges an Spielzeit von der Uhr, wodurch die Chancen des Regensburger Comebacks zusehends kleiner wurden. Darüber hinaus zeigte die Defense um Koordinator Can Ari die gewohnt sichere und ruhige Performance, die schon in der kompletten vorherigen Saison die gegnerischen Teams zur Verzweiflung gebracht hatte. Diese Performance wurde mit einer Interception von Hana Hamdi untermauert und sicherte den Vorsprung.
Im vierten und letzten Quarter stieg die Nervosität der Gäste an. Dies lag nicht am Spiel selbst, sondern bei immer geringer werdender Restspielzeit daran, dass man sich immer sicherer werden konnte, dass es am Ende eine Feier geben könnte. Als dann Hana Hamdi mit einem Laufspielzug den Spielstand auf 7:26 erhöhte und sich der Phönix erneut an der Defense der Panther die Zähne ausbiss, war mit dem Schlusspfiff klar, dass man es geschafft hat.
Die Düsseldorf Panther Ladies sind das beste 9er Tackle Team der Bundesrepublik Deutschland.
Die Emotionen kochten über und die harte Arbeit seit der Neugründung hat sich ausgezahlt. Vor allem in diesem Finale hat man gezeigt, dass dieses erfolgreiche Programm nicht nur von Athletik und einem guten Playbook lebt, sondern darüber hinaus ein Team zusammengekommen ist, dass durch Zusammenhalt und gemeinsame Ziele als eine Einheit agiert und sich verdient den Titel sichert.
Spielerin des Spiels in der Offense wurde Runningback Nele Kleinschmidt, die mit ihren gewohnt starken Läufen eine sichere Bank war, darüber hinaus aber auch in einer Phase, in der Chaos hätte Einzug halten können, die Ruhe bewahrte und sich auf der ungewohnten Position als Quarterback in den Dienst der Mannschaft stellte.
Spielerin des Spiels in der Defense wurde Nationalspielerin Clarissa Kautz, die mit harten Tackles und guter Spielübersicht einmal mehr ein wichtiger Faktor in der überragenden Defense der Panther war.
Spielerin des Spiels des Teams wurde Hana Hamdi, die als Kicker, Receiver und Safety in allen drei Mannschaftsteilen eine wichtige Rolle übernahm und dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnte. Zwei Touchdowns in der Offense, eine Interception in der Defense und überragende Aktionen auf allen Seiten des Balls sprechen eine klare Sprache.
Spielerin der Herzen (von den Captains bestimmt) wurde Lhana Meister. Die erst 19-Jährige etablierte sich als Cornerback in der gesamten Spielzeit fest und zeigte eine Entwicklung, die man sich vorher nur wünschen kann. Sie ist zu einem festen Bestandteil des Teams und zu einem wichtigen Faktor der Defense geworden.
Die Spielzeit 2026 hätte für die Panther aus Düsseldorf kaum besser laufen können. Die beste Offense und die beste Defense kommen aus Düsseldorf und man hat kein einziges Spiel verloren. Die erste Saison ist eine perfekte.
Auch wenn jetzt zurecht einige Feierlichkeiten anstehen, geht der Blick schon in das kommende Jahr, in dem man sich nach den Erfolgen im 9er Tackle und dem damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die GFLW auch dort als feste Größe etablieren möchte. Interessierte Spielerinnen, Coaches und Helfer dürfen sich schon jetzt gerne informieren und bei uns melden. Dieses Finale war ein eindrucksvoller Startschuss für dieses junge Football Programm.