Pan­ther ohne Chance gegen starke Royals

9. August 2026
Kimberly Köhler

Es war nicht der Nach­mit­tag, den sich die Düs­sel­dorf Pan­ther für ihr Heim­spiel im Sta­dion Ben­rath vor­ge­stellt hat­ten. Gegen die Pots­dam Royals, die als Tabel­len­zwei­ter nach Düs­sel­dorf gereist waren, fand das Team von Head Coach Jay­cee Krieg nur schwer ins Spiel und musste sich am Ende deut­lich mit 0:49 geschla­gen geben.

Dabei war schon vor dem Kick­off klar: Mit den Royals war­tet eine der stärks­ten Mann­schaf­ten der GFL Nord. Dass Pots­dam die­ser Favo­ri­ten­rolle gerecht wer­den würde, zeigte sich aller­dings schnel­ler als den Pan­thern lieb sein konnte.

Frü­her Rück­stand für die Pan­ther

Die Pan­ther gewan­nen den Coin Toss und ent­schie­den sich zunächst dafür, die Royals in Ball­be­sitz zu brin­gen. Eine Ent­schei­dung, die sich zunächst nicht aus­zah­len sollte.

Pots­dam benö­tigte nur wenige Spiel­züge, um erst­mals in die Düs­sel­dor­fer End­zone zu gelan­gen. Quar­ter­back Bay-Har­vey nahm die Sache dabei kur­zer­hand selbst in die Hand und lief über 60 Yards zum ers­ten Touch­down des Tages. Der Ver­such zur Two-Point-Con­ver­sion blieb ohne Erfolg – 0:6.

Die Ant­wort der Royals ließ nicht lange auf sich war­ten. Nach einer Inter­cep­tion durch Ronaldo Toma­sello beka­men die Gäste zusätz­li­chen Ball­be­sitz und erhöh­ten wenig spä­ter durch Chris­man-Kyei auf 0:14.

Die Pan­ther kämpf­ten, doch Pots­dam setzte die Düs­sel­dor­fer Defense immer wie­der unter Druck. Heiko Bals sorgte mit einem wei­te­ren Lauf über acht Yards für den nächs­ten Touch­down. Auch die anschlie­ßende Con­ver­sion war erfolg­reich.

Noch vor dem Ende des ers­ten Vier­tels stand es damit 0:22.

Pots­dam lässt nicht locker

Auch im zwei­ten Quar­ter änderte sich das Bild nicht. Die Royals kon­trol­lier­ten das Spiel und nutz­ten ihre Chan­cen kon­se­quent. Chris­man-Kyei fand erneut den Weg in die End­zone und erhöhte kurz vor der Halb­zeit auf 0:28.

Auf Düs­sel­dor­fer Seite fehlte dage­gen wei­ter­hin das ent­schei­dende Erfolgs­er­leb­nis. Immer wie­der kämpf­ten sich die Pan­ther nach vorne, doch gegen die aggres­sive Pots­da­mer Defense war jeder Yard hart erar­bei­tet.

Mit 0:28 ging es schließ­lich in die Halb­zeit­pause.

Viel Zeit, die Par­tie noch ein­mal zu dre­hen, blieb damit nicht. Aber Foot­ball hat schon oft genug gezeigt, dass ein Spiel erst nach vier Vier­teln ent­schie­den ist.

Royals blei­ben domi­nant

Die Hoff­nung auf eine Düs­sel­dor­fer Auf­hol­jagd erhielt nach der Pause jedoch schnell einen Dämp­fer.

Heiko Bals sorgte zunächst mit einem spek­ta­ku­lä­ren 57-Yard-Lauf für den nächs­ten Touch­down. Kurz dar­auf legte der Run­ning Back noch ein­mal nach und brachte den Ball auch aus kur­zer Distanz über die Goal­line. Die Royals bau­ten ihre Füh­rung damit auf 0:40 aus.

Die Pan­ther gaben sich trotz des deut­li­chen Rück­stands nicht auf. Doch an die­sem Nach­mit­tag wollte ihnen gegen die Pots­da­mer Defen­sive ein­fach kein ent­schei­den­des Big Play gelin­gen.

Ein schwie­ri­ges Schluss­vier­tel

Im vier­ten Quar­ter wurde die Auf­gabe für die Pan­ther nicht ein­fa­cher. Ein lan­ger Punt Return über 49 Yards brachte Pots­dam erneut in eine her­vor­ra­gende Aus­gangs­po­si­tion. Der anschlie­ßende Extra­punkt war erfolg­reich – 0:41.

Wenig spä­ter folgte ein Safety. Ein Düs­sel­dor­fer Spiel­zug endete tief in der eige­nen End­zone und brachte zwei wei­tere Punkte auf das Konto der Gäste.

Den Schluss­punkt setzte erneut Chris­man-Kyei. Bay-Har­vey fand den Run­ning Back mit einem Pass über 18 Yards in der End­zone. Der anschlie­ßende PAT war zwar nicht erfolg­reich, am Ergeb­nis änderte das jedoch nichts mehr.

0:49 – der End­stand.

Jetzt heißt es: Mund abput­zen und wei­ter­ma­chen

So deut­lich die Nie­der­lage gegen Pots­dam auch aus­fällt: Für die Pan­ther geht die Sai­son wei­ter. Und der Blick auf die Tabelle zeigt, dass trotz der Nie­der­lage wei­ter­hin alles in der eige­nen Hand liegt.

Nach neun Spie­len ste­hen die Düs­sel­dorf Pan­ther mit drei Sie­gen und sechs Nie­der­la­gen auf dem vier­ten Tabel­len­platz der GFL Nord. Hin­ter den unge­schla­ge­nen Dres­den Mon­archs und den Pots­dam Royals ran­gie­ren die Hil­des­heim Inva­ders auf Platz drei. Die Pan­ther lie­gen damit wei­ter­hin auf einem Play­off-Platz.

Gleich­zei­tig ist der Abstand nach hin­ten nicht groß. Braun­schweig folgt mit eben­falls drei Sie­gen, Ber­lin und Kiel lie­gen eben­falls in Schlag­di­stanz. Jeder kom­mende Spiel­tag bekommt damit zusätz­li­ches Gewicht.

Viel Zeit zum Grü­beln bleibt ohne­hin nicht.

Die Pan­ther müs­sen die Nie­der­lage gegen Pots­dam abha­ken, die rich­ti­gen Schlüsse zie­hen und den Fokus auf die kom­men­den Auf­ga­ben rich­ten. Denn eines ist klar: Der Kampf um die Play­offs ist noch lange nicht ent­schie­den.

Und genau dafür brau­chen die Pan­ther jetzt wie­der ihre ganze Stärke – auf und neben dem Feld.

Bild: Dus­tin Brett­schnei­der

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